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Einzigartiges Sardinien erleben
Domus de Janas

Domus de Janas auf Sardinien

Domus de Janas ("Feenhäuser") sind Grabanlagen aus der Zeit der Ozieri-Kultur, die in den Fels geschlagen wurden und von außen nur durch ihre kleinen Fenster sichtbar, die auf Grund ihrer Größe an Feenhäuser denken lassen. Ihre typische T-Form erhalten sie durch einen langen Gang und eine Vorkammer mit angeschlossenen Grabkammern. Sie treten hauptsächlich in der Region Sassari in Nord-West Sardinien auf.

Nekropole von Monte Siseri

Die Nekropole von Monte Siseri ist eine wichtige archäologische Stätte im Nordwesten Sardiniens. Das Gräberfeld besteht aus vier Domus de Janas, die in Tuffgestein gebaut wurden. Heraussticht das Grab di S'Incantu (der Verzauberung) mit seiner Architektur und farbigen Dekorationen. Das hohe künstlerische Niveau ist außergewöhnlich für die Jungsteinzeit. Wir machen uns auf und erreichen nach 20 Min Autofahrt von Alghero in der Gemeinde Putifigari die Nekropole von Monte Siseri. Ein Holzschild weißt zu einem Ziegelgebäude, der als Schutzbau dient.

Domus de Janas di S’Incantu

Wenn man durch den Eingang in den Domus kriecht, erreicht man zunächst einen langen Korridor, an dessen Ende sich nach einer Tür ein rechteckiger Raum öffnet. In diesem Raum finden sich rechts und links steinerne Abbildungen von Türen. Dahinter gelangt man in den beeindruckenden Hauptraum. Hier wurde in Stein ein Wohnhaus nachgebildet: Zwei Pfeiler "stützen" das Dach, das künstlerisch mit Balken und Querbalken verziert ist. Man kann die schwarz-rote Bemalung noch erahnen. Auch hier findet man die angedeuteten Steintüren mit doppeltem Rahmen, über denen Stiersymbole eingeritzt sind. Auf dem Boden befindet sich Vertiefung, die von vier Kreisen umgeben ist. Hier wurden Opfergaben für die Toten dargebracht. Diese waren in den beiden Nischen untergebracht, die durch durch die seitlichen Fenster zugänglich sind.

Archäoligische Sehenswürdigkeiten auch im direkten Umfeld

Wenn man die Domus wieder verläßt fallen einem in den Felsvorsprüngen mehrere Kapellen und Wannen auf, sowie eine Reihe von Kanälen, die die Überschwemmung des Grabes durch Regenwasser verhindert. Wir genießen noch einen Moment die raue Natur und atmen tief durch. Auf dem Weg zurück zum Auto läuft uns noch eine Kuh über den Weg und blickt kurz neugierig zu uns rüber. Ein Tag voller Eindrücke!
Lena

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Lena Lambers
Sardinia4all

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